Orientierungsplan

Umsetzung des Orientierungsplanes

Unser Kindergarten hat neben den Aufgaben der Erziehung und Betreuung auch einen Bildungsauftrag, der sich an den spezifischen, altersstrukturell bedingten Bedürfnissen der Kinder orientiert. Damit wird ein wichtiger Aspekt in den Vordergrund gerückt:

Die ersten Lebensjahre und das Kindergartenalter sind die lernintensivste Zeit im menschlichen Dasein.

Die Bildungsarbeit im Kindergarten ist deshalb eine zentrale Aufgabe.

„Im Kindergarten wird gespielt, in der Schule wird gelernt!“ Viele Erwachsene fassen Spielen und Lernen als Gegensätze auf. Für Kinder sind Lernen und Spielen dagegen ein und dasselbe.

Der weltbekannte ungarische Musikpädagoge und Komponist Zoltan Kodaly antwortete auf die Frage, wie Eltern eigentlich den Lernerfolg ihres Kindes im Kindergarten und Schule kontrollieren könnten: „Liebe Eltern, wenn ein Kind nach Hause kommt und berichtet, dass es heute viel gelernt habe, dann seien Sie bitte sehr vorsichtig, weil das Kind möglicherweise nur wenig gelernt hat. Kommt das Kind hingegen nach Hause und berichtet, dass heute gut gespielt wurde, dann dürfen Sie sehr zufrieden sein, weil das Kind dann mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel gelernt hat!“

Spiel, Lernen und Entwicklung sind also untrennbar verbunden. Spiel ist notwendig für die kindliche Lern- und Entwicklungsprozesse. Die Rolle der Erzieherin besteht darin, anregende Spielsituationen zu schaffen und vor allem, sich selber als Person in das Spiel und damit in die Lernprozesse einzubringen. Die Erzieherin unterstützt dabei das Kind in seiner Entwicklung, seinen Fähigkeiten und Kompetenzen. Sie erkennt die Bildungsprozesse und wird den unterschiedlichen Bildungsständen gerecht. Die Erzieherin lässt sich auf das Handeln und Werden des Kindes mit großem Respekt und Wertschätzung ein. Der baden-württembergische Orientierungsplan betont die Kinderperspektive. Die Titel der Bildungsfelder sind bewusst, alters- und entwicklungsadäquat entlang der Entwicklungsfelder eines Kindes ausgerichtet:

Sinne, Körper, Sprache, Denken, Gefühl und Mitgefühl, Sinn, Werte und Religion

Diese Bildungs- und Entwicklungsfelder sind für die Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation eines Kindes von Geburt an leitend.
Im Sinne der Erziehungspartnerschaft mit der Familie knüpft der Kindergarten mit seinem Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag an die Erfahrungen des Kindes in der Familie an. Eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung aller Beteiligten (auch weitere Fachkräfte wie Logopäden, Ergotherapeuten…) zum Wohle der Kinder ist Voraussetzung und Aufgabe zugleich.

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